Erklärung - Wirbelsäule:

Die Wirbelsäule besteht aus 24 "freien" Wirbeln (7 Halswirbel, 12 Brustwirbel und 5 Lendenwirbel). In der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark, über das das Gehirn seine Nervenimpulse sendet und empfängt.
Ein viertel der Gesamtlänge machen die 23 Zwischenwirbelscheiben aus, die zwischen den einzelnen Wirbeln liegen. Jede Zwischenwirbelscheibe besteht aus einem Gallertkern (gelartige Masse) und aufeinandergeschichteter Fasermasse, die verhindert, dass die Wirbel bei Bewegung aufeinander reiben.
Durch den ständigen Druck des Körpergewichts werden die Zwischenwirbelscheiben (beim aufrechten Gang) im Laufe eines Tages flacher, da Flüssigkeit durch die Belastung herausgepresst wird. So kann die Körpergröße eines Menschen allein dadurch um bis 3 cm schwanken (morgens/abends). Nur in der Ruhelage und durch ausreichend Flüssigkeitszufuhr können die Zwischenwirbelscheiben (in Abbildung rot) auf ihre ursprüngliche Höhe aufquellen. Allein deswegen ist es notwendig, dass der Mensch genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Der Brustkorb besteht aus der Brustwirbelsäule, den zwölf Rippenpaaren und dem Brustbein (Sternum). Allerdings unterscheiden sich die 12 Rippenpaare. Nur 7 "wahre" Rippen sind direkt mit dem Brustbein verbunden. Von den 5 "falschen" Rippen sind 3 nur über einen Knorpel indirekt mit dem Brustbein verbunden. Die beiden letzen Rippen enden frei in der Bauchwand und sind dadurch beweglich (die letzte kann auch ganz fehlen). Im Brustkorb liegen geschützt die lebenswichtigen Organe (Lunge, Herz, etc.). Bei einem direkten Treffer auf den Brustkorb kann dieser sich übrigens mehrere Zentimeter nach innen biegen, ohne dabei zu brechen ("zurückfedern").

Bei den Aufwärmübungen im Kampfsport wird immer gerne der Kopf um 360° gerollt.
Diese Übung soll eine Steigerung der Beweglichkeit von der Halswirbelsäule bewirken. Da allerdings die Drehbewegungen ungeeignet sind für die Halswirbelsäule werden die Gelenke, Bänder und Zwischenwirbelschieben stark überlastet. Dies wird umso deutlicher, wenn man die Bewegung von Hals und Wirbelsäule in der Abbildung betrachtet.
Ein "natürliches" Kippen oder Neigen und Drehen des Kopfes ist besser geeignet. Beim Kippen des Kopfes sollte man allerdings etwas vorsichtig sein. Für das seitliche Kippen des Kopfes sollte der gegenüberliegende Arm als Gegenzug dienen.