Schulter:

Ellenbogen (gebeugt):


Ellenbogen (6 Jahre li./ 17 Jahre re.):

Unterarm (angewinkelt):

Hand:

Erklärung - Arme:

Der Aufbau und die Bewegung der Arme und Hände sind äußerst kompliziert. Aus diesem Grund wird hier nur eine stark vereinfachte und zweckgerichtete Beschreibung erfolgen.
Der Oberarm und der Unterarm bestehen aus 3 wesentlichen Knochen. Am Oberarmknochen (corpus humeri) befinden sich der Bizeps (Beuger-Muskel) und der Triceps (Strecker-Muskel). Der Triceps ist der einzige Streck-Muskel am Ellenbogengelenk. Er verhindert das Einknicken des Gelenkes beim Aufstützen und ermöglicht das Heben des Körpers z.B. beim Liegestütz.
Beim Ausholen des Armes (angewinkeln) wird der Triceps gedehnt und ermöglicht beim Kontrahieren (Zusammenziehen des Muskels) eine optimale Kraftentwicklung.
Für die Ausholbewegung benötigt man unter anderem den Bizeps (Beuger).
Dieser hebt den Oberarm (nach vorne) und Unteram und kann letzteren auch beugen.
Das Ellenbogengelenk umschließt mit seiner Kapsel die drei großen Knochen des Armes. Die zwei Unterarmknochen können Kreiselbewegungen ausführen.
Ein Schlag wird b
ei leichter Beugung des Armes am Besten geblockt, da hier die Ellenbogenenden in einer idealen Position zueinander stehen. Bei durchgestrecktem Arm passen die Gelenkenden nicht genau ineinander. Dadurch kommt es zu Aneinanderreibungen der verschiedenen Knochen und Knorpel, welche zu einer Schädigung des Gelenkes führen. Aus diesem Grund darf ein Fauststoß oder ein Block niemals mit vollkommen gestrecktem Arm durchgeführt werden.
Bei Kindern bis zum Alter von 13 Jahren (siehe Abbildung) sind die Gelenke noch nicht vollständig entwickelt. Auch aus diesem Grund sind Bruchtests und übermäßiges Training in diesem Alter noch nicht empfehlenswert.
Am Ende der beiden Unterarmknochen (Elle und Speiche)
befindet sich das Handgelenk, dass aus zwei Hauptgelenken sowie zahlreichen Nebengelenken besteht. Es ist im Übrigen nicht besonders stabil und kann leicht beim Abfangen eines Sturzes brechen. Bei übertriebenen Liegestützübungen ist es sogar möglich, dass das sogenannte Scaphoid in der Hand bricht (roter Punkt in Abbildung). Wesentlich häufiger ist jedoch der Bruch des Handgelenks beim falschen Faustschlag, wenn nämlich das Handgelenk nach oben oder unten abknickt.
Als Trefferfläche für den Fausstoß dürfen nur die Faustknöchel (von Zeigefinger und Mittelfinger) benutzt werden (grüne Punkte in Abbildung). Die beiden Fingerknochen halten einer solchen Belastung nicht stand und würden das Handgelenk ausserdem abknicken lassen.
Der Fingerspitzenstich, bei dem Zeige-, Mittel- und Ringfinger in einer Linie aufs Ziel treffen, ist aufgrund der grossen Verletzungsgefahr, resultierend aus der anatomisch ungünstigen Fingerhaltung, nur für Experten empfehlenswert.